Alarmierend: So hoch ist die Bürokratiebelastung in Deutschland wirklich

Ist die Bürokratiebelastung im Zuge der bundespolitischen Entlastungsmaßnahmen tatsächlich gesunken? Hat sie Auswirkungen auf das unternehmerische Handeln? Und in welchen Bereichen zeigt sie sich hauptsächlich?

Diese Fragen ließen uns nicht los. Denn als Hersteller kaufmännischer Software und Anbieter von Weiterbildungen wissen wir aus unseren Kundengesprächen, wie stark die jährlichen gesetzlichen Neuerungen den Mittelstand belasten.

Weil die Belastung gefühlt steigt, haben wir das unabhängige Forschungsinstitut TNS Emnid im März beauftragt, dem Thema „Bürokratie im deutschen Mittelstand“ auf den Grund zu gehen.

„Unsere Motivation, das Thema Bürokratie mit einer Befragung auf die Agenda zu setzen, liegt in unserer täglichen Herausforderung begründet, gesetzliche Vorgaben fristgerecht in unsere Software zu implementieren. Denn wir sind selbst – insbesondere am Jahresende – stark von der Bürokratie belastet.“
Peter Dewald, Sage Software GmbH

Wissenschaftlich begleitet hat die Studie das Institut für Mittelstandsforschung. Und die Ergebnisse sind alarmierend:

  • Denn fast alle 400 befragten Unternehmer empfinden die Bürokratiebelastung als zu hoch;
  • Nur 1 Prozent sagt, sie sei in den vergangenen zwölf Monaten gesunken;
  • 96 Prozent der Befragten beklagen die Flut an Verordnungen und Gesetzen;
  • 65 Prozent aller Unternehmer haben Schwierigkeiten, die Gesetze überhaupt zu verstehen;
  • für jedes dritte Unternehmen verhindern bürokratische Vorgaben Neueinstellungen und sind damit ein Job-Killer

Detailliertere Infos sowie weitere Ergebnisse – auch zu den aktuellen gesetzlichen Themen wie GoBD, Mindestlohn, E-Bilanz oder Elterngeld Plus – finden Sie in unserem kostenlosen Studienband. Er bietet auf 30 Seiten spannende Erkenntnisse unserer Studie.

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„Die Studie verdeutlicht, dass der staatliche Bürokratieabbau zu kurz greift, wenn er sich nur auf die Informationspflichten der Unternehmen konzentriert. Ebenso bedeutsam sind eine allgemeine Vereinfachung des Rechtssystems und eine erhöhte Serviceorientierung der Behörden."
Prof. Dr. Friederike Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsfoschung (IfM)

Methodik der Studie

Die Studie wurde erhoben durch TNS Emnid.
Befragt wurden 400 Unternehmer und Entscheider aus Unternehmen mit 1 bis 500 Mitarbeitern.
Befragungszeitraum war der 25. März bis 17. April 2015.
Wissenschaftlich begleitet wurde die Studie durch das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn. Seine Aufgabe ist es, die jeweils aktuelle Situation des deutschen Mittelstands sowie Probleme und Entwicklungstendenzen wissenschaftlich zu erforschen.